Kaffeeklatsch

Ich werde mich jetzt nicht zu einem Kaffeeexperten aufspielen. Vielleicht hat der ein oder andere aber Lust und Muße meine Erfahrungen zum Thema Kaffeeaufbereitung zu lesen.

Vor ungefähr 6 Jahren habe ich mir überlegt, dass dieses Getränk aus Kaffeebohnen doch eigentlich mehr hergeben muss, als das was aus meiner Kaffeemaschine geliefert wurde.
Für mich persönlich war es nicht die Krönung, was dort in die Tasse kam. So hatte ich die Idee doch mal dieses „Modegetränk“ Espresso auszuprobieren. Einer dieser Alubereiter, der durch die Herdplatte erhitzt, doch geschmacklich sehr leckere Ergebnisse lieferte, ermunterte mich weiter zu experimentieren. Und so kam es dass ich in der Folge bei Tchibo auf spezielle Bohnen achtete, und mir eine Bodum-Espressokanne mit integriertem elektrischen Wasserkocher anschaffte.

Kaffee war gestern, ab jetzt gab es für mich nur noch Espresso, tolles Aroma und wunderbarer Geschmack, da kommt keine Kaffeemaschine mit.
Und weil mir das so gut gefiel musste in der Folge eine Siebträgermaschine her. Der Kaffee kam immer noch vorgemahlen von Tchibo. Es schmeckte lecker und eigentlich habe ich für mich die optimale Aufbereitung der Kaffeebohne gefunden. Von einem Kaffeevollautomaten will ich nichts wissen, finde ich den doch zu aufwändig und zu teuer. Und Milchschaum kann ich auch mit einem der vielfältig erhältlichen Aufschäumern bekommen.

Aber es ging offensichtlich noch besser. Bei Freunden habe ich einen „Nespresso“ getrunken und war hin und weg. Eine gebrauchte Maschine stand bei uns im Büro und nach umfangreicher Reinigung war sie einsatzbereit, und lieferte tollen Kaffee und Espresso Genuß. Aber nicht nur der Geschmack hat es mir angetan, auch der von Vielen verschmähte Nespressoclub war für mich eine tolle Sache. So wussten die Verkäufer im Shop ganz genau wie mein Lieblingslungo heisst und wann meine Maschine entkalkt werden muss. Und so dauerte es nicht lange, bis wir uns eine neue, modernere Maschine gekauft haben, die auch Milch entsprechend zum Espresso zufügt für eine der vielen Kaffeevarianten.
Ja, es mag der ein oder andere über die hohe Umweltbelastung schimpfen, oder den Preis für eine Tasse Kaffee zu Buche führen wollen. Ja stimmt, weiß ich und mache es trotzdem. Ich spare mir jetzt hier die ganzen Gegenargumente und gönne es mir einfach.
Und nein, ich werde nicht auf einen dieser anderen Hersteller wechseln, die den Nespresso Hype ausnutzen wollen und ebenfalls Kapseln für dieses System anbieten. Eine kürzlich Werbeaktion von Senseo habe ich genutzt und einmal diesen Kaffee probiert. Für mich kein Vergleich. Dann kann ich auch gleich meinen Kaffee aus der Senseo trinken. Entweder man lässt sich auf Nespresso komplett ein oder man lässt es – meine ganz persönliche Meinung.

Aber die Auswahl an Kaffees ist riesengroß und umfangreicher als es Kapselsysteme anbieten, und Umweltschutz, da wo es möglich ist, sollte auch sein. Also habe ich mich umgeschaut, was für Möglichkeiten es gibt Kaffee anspruchsvoll zuzubereiten. Meine Wahl fiel nach umfangreicher Internetrecherche auf eine „Karlsbader Kanne“. In diesem Zusammenhang fing ich an Kaffee selber zu mahlen um so möglichst frischen Kaffee zu bekommen. Aber offensichtlich passe ich nicht zu dieser Arte der Zubereitung, ich bin einfach zu doof, trinkbaren Kaffee auf diese Methode zu bekommen. Also zurück zu Oma Melitta. Mit Papierfilter und Aufbrühen nach Omas Art, ging es schon besser. Aber auch hier hatte ich es nicht zu einem optimalen Zusammenspiel aus Kaffeemenge, Mahlgrad, Brühtemperatur, Wassermenge und Brühzeit gebracht.
OK, weiter im Kaffelabor geforscht. Eine Bodum Pressstempelkanne zum Nikolaus brachte jetzt den Durchbruch. Alles passt. Der Kaffee riecht nicht nur ganz toll sondern er schmeckt auch genau so gut.

Für mich bleibt Nespresso erste Wahl für einen Espresso oder einen Latte Macchiato, die Feierabendtasse Kaffee gibt es jetzt frisch gemahlen und handaufgebrüht aus der Bodum Pressstempelkanne. Ich freue mich jetzt auf verschiedene leckere Kaffeesorten die es in einschlägigen Kaffeeröstereien gibt. Auf diesem Gebiet forsche ich jetzt weiter, und meine Karslbader Kanne steht genau wie meine Siebträgermaschine zum Verkauf.

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Ein Gedanke zu “Kaffeeklatsch

  1. Das ist schon so’ne Wissenschaft für sich.
    Klipp und klar muss sein, dass man hier das Geld nicht als Argument ins Feld führen darf. Es heisst ja auch „Geniessen“ und nicht „Sparen“.
    Wo käme man hin, wenn man sich nicht ab und an etwas gönnen würde?

    Ich habe selber noch keinen Nespresso versucht und schrecke des „Müllberges“ wegen ehrlich gesagt davor zurück.
    Hier tut für die Tage „unter der Woche“ eine Senseo ihren Dienst, mit der ich eigentlich auch recht zufrieden bin.

    Jedenfalls schmeckt es besser als der Kaffee aus der Maschine mit der Thermoskanne und dem Durchbrühdeckel.

    Die anderen Sachen, die Du da so erwähnst – Karlsbader Kanne, Siebträgermaschine, Presstempelkanne – entlocken mir derzeit leider nur ein in keinster Weise wertend gemeintes „Häh?“

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